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David Bittner

Geboren 1977 in Bern und aufgewachsen im Berner Oberland im Saanenland, studierte David Bittner Biologie an der Universität Bern, wo er 2009 promovierte. Für seine Forschungsarbeiten wurde er 2010 mit dem renommierten Berner Umweltforschungspreis ausgezeichnet. Seit 2002 reist der Abenteurer und Fotograf wann immer möglich nach Alaska, um Kodiak- und Küstenbraunbären in der Wildnis zu beobachten und seine Erlebnisse mit Foto- und Filmaufnahmen zu dokumentieren. Mit viel Geduld, Einfühlungsvermögen und entsprechendem Verhalten gewinnt der Nikon-Ambassador das Vertrauen einzelner wilder Bären. Charaktervolle Individuen wie Luunie, Luna, Balu und Bruno sind ihm mittlerweile fest ans Herz gewachsen. Mit Wissenschaft, Aufklärung, Büchern und dem Medium Film setzt sich der Forscher für den Schutz und den Erhalt dieser einzigartigen Tiere ein.

Im Interview gibt David Bittner Auskunft über seine Faszination für Bären und verrät uns, auf welche Nikon-Kamera er sich speziell freut.

Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Mein Vater hatte eine Nikon-Ausrüstung und schwor auf die F4. Mit dieser Kamera habe ich mich auf meiner ersten Alaskareise, wo ich drei Monate allein in der Wildnis verbrachte, zum ersten Mal intensiv mit der Fotografie auseinandergesetzt.

Wie kam es zu deiner Faszination für Alaska und die Bären?
Das war eher Zufall, denn ich reiste wegen der Wildnis und vor allem der Lachse wegen nach Alaska. Aber die ersten Begegnungen mit wilden Bären bedeuteten den Wendepunkt. Heute kann ich mir ein Leben ohne diese Tiere nicht mehr vorstellen. Einige gehören sozusagen zur Familie.

Was möchtest du mit deiner Fotografie bewirken?
Ich möchte den Leuten diese einzigartigen Lebewesen aus einer Perspektive zeigen, wie Sie sie so vielleicht noch nicht kennen. Und ich möchte mit meinen Aufnahmen das Leben einzelner individueller Tiere in dieser vom Menschen noch praktisch unberührten, spektakulären Naturlandschaft für zukünftige Generationen bewahren.

Bild: David Bittner

Was war die herausforderndste Situation mit den Bären?
Geduld. Man muss sich entsprechend viel Zeit nehmen, um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und das Verhalten der Tiere kennenzulernen.

Ist es nicht gefährlich, den Bären so nahe zu kommen?
Es ist gerade umgekehrt. Die Bären nähern sich mir und nie umgekehrt. Selbstverständlich gilt es, stets den nötigen Respekt zu zeigen und sich an die elementaren Regeln zu halten.

Bild: David Bittner

Was gehört alles zu deiner Foto-Ausrüstung?
Ich versuche, mich aufs Wesentliche zu beschränken, da ich aus Platzgründen nicht alles mitnehmen kann, was ich möchte. Dazu gehören sicher drei Bodys (D4s, D810), ein lichtstarkes Teleobjektiv (400 mm/2.8), sowie einige kleinere lichtstarke Optiken mit Festbrennweiten oder auch kleinen Zooms (14–24 mm/2.8, 24–70 mm/2.8, 70–200mm/2.8, 20 mm/2.8). Oft arbeite ich auch mit versteckten Kameras (Lichtschranke sowie Fernauslösung «Pocket Wizard»). Meine Ausrüstung ist sicher untergebracht in einem grossen Peli-Case, das ich mit einem selbst gebastelten Tragesystem relativ bequem am Rücken tragen kann. Der stabile und wasserdichte Koffer eignet sich bestens, um auch im Matsch, Sand, Wasser etc. zu arbeiten, und man kann auch mal drauf sitzen. In der Wildnis bin ich mit Zelt und einfacher Camping-Ausrüstung unterwegs. Mein Lager wird durch einen Elektrozaun geschützt, und ich selbst trage stets Bärenspray sowie Signalfackeln bei mir.

Wie hilft dir dein Equipment dabei, deine Bildideen zu verwirklichen?
In der rauen Wildnis Alaskas treffe ich häufig auf schwierige Verhältnisse, beispielsweise Stürme, starke Winde, welche die Vulkanasche von den Bergen bis auf Meereshöhe aufwirbeln, und lang anhaltender Dauer- oder Nieselregen sowie neblige und kalte Wetterlagen. Ich bin froh, mich auf die Robustheit und Zuverlässigkeit der Nikon-Profigeräte verlassen zu können.

Bild: David Bittner

Was ist dein nächstes grosses Projekt?
Mein nächstes Projekt ist natürlich die Fortführung meiner Bärenforschung, und mein grösster Traum wäre es, einmal ein eigenes Forschungsprojekt mit «meinen» Bären realisieren zu können. Ideen und Fragestellungen sind mehr als genug vorhanden. Zum Beispiel hat praktisch nie jemand nachts das Leben der Bären erforscht und dokumentiert. Deshalb bin ich ganz besonders neugierig auf die neuen Massstäbe, welche die neuen Nikon-Kameras, vor allem die D5, bei schwierigen Lichtverhältnissen setzen. Auch in der Schweiz setze ich mich für die Akzeptanz und den Schutz der Bären ein. Und schliesslich zieht es mich immer wieder in unwirtliche Gebiete dieser Erde, und da stehen die Arktis und auch die Antarktis sicher ganz oben auf der Wunschliste. Es wäre toll, alle acht Bärenarten, die es gibt, in ihrer natürlichen Umwelt kennenzulernen und ihr Verhalten und ihr Leben fotografisch festzuhalten.

Hast du abschliessend einen Rat für angehende Wildlife-Fotografen?
In der Tierfotografie braucht es viel Geduld, aber auch Respekt vor den Tieren. Nur so gelingen einmalige und authentische Aufnahmen.

Bild: David Bittner


Mehr von und über Nikon Ambassador David Bittner findet ihr auf seiner Website.

 
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