DIE NIKON Z-SERIE: BESONDERE FUNKTIONEN FÜR FORTGESCHRITTENE

Donnerstag, 23. Januar 2020

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Die Nikon Z 7 und Z 6 haben jede Menge Funktionen, die euch bei euren Aufnahmen unterstützen. Gerne möchten wir euch einige davon im Folgenden erklären und zum Ausprobieren & Anwenden inspirieren.

Aufnahmen mit Flimmerreduktion

Wenn ihr hin und wieder in Innenräumen fotografiert, habt ihr vielleicht schon festgestellt, dass sich bei mehreren aufeinanderfolgenden Aufnahmen - zum Beispiel bei einer Bilderserie - die Helligkeit und auch die Farbtemperatur von Bild zu Bild verändern können. Grund dafür sind Leuchtstoff- und Quecksilberdampflampen, die nicht konstant leuchten, sondern leicht flimmern. Während das Flimmern mit dem blossen Auge kaum zu sehen ist, wird es vom Sensor durchaus wahrgenommen. Das Ergebnis ist eine wechselhafte Helligkeit mit einer ebenfalls inkonsistenten Farbtemperatur. Das erschwert die anschliessende Nachbearbeitung. Um die zu vermeiden, sind die Nikon Z 6 und die Z 7 mit der Funktion „Aufnahmen mit Flimmerreduktion“ ausgestattet. Die Funktion kann im Fotoaufnahme-Menü aktiviert werden.

Intervallaufnahmen

Manchmal kann es sehr spannend sein, die Veränderung eines Motivs in Bildern festzuhalten. Das mag eine Blüte im Garten sein, die sich langsam öffnet oder Sterne, die durch die Erddrehung am Himmel entlangziehen. Damit ihr nicht die ganze Zeit neben der Kamera stehen und selbst den Auslöser drücken müsst, haben wir die Nikon Z 6 und die Z 7 mit der Funktion „Zeitrafferaufnahme“ ausgestattet. In diesem Menüpunkt könnt ihr den Start- und den Endtag, sowie die Uhrzeiten wählen, zu denen die Intervallaufnahmen beginnen und enden sollen. Darüber hinaus legt ihr hier fest, wie viele Bilder insgesamt aufgenommen werden sollen und welche zeitlichen Abstände zwischen den Intervallen gewünscht werden. Sollte die Kamera an einem Ort stehen, an dem ihr möglichst leise fotografieren möchtet, gibt es sogar die Möglichkeit, eine stille Auslösung mithilfe des elektronischen Kameraverschlusses zu aktivieren.

Beeindruckende Zeitrafferfilme

Ähnlich der „Intervallaufnahme“ könnt ihr wahlweise einen „Zeitrafferfilm“ aufnehmen. Auch hier legt ihr den Gesamtaufnahmezeitraum und den zeitlichen Abstand zwischen den Intervallen fest. Im Gegensatz zur Intervallaufnahme werden in diesem Fall am Ende aber keine Einzelbilder ausgegeben. Wie der Name der Funktion schon vermuten lässt, fügt die Kamera alle aufgenommenen Bilder zu einem kleinen Zeitrafferfilm zusammen. Die Auflösung des Films könnt ihr im Menü festlegen. Dabei stehen euch Auflösungen bis zu Ultra-HD mit 30p, also 30 Bildern pro Sekunde, zur Wahl. Um am Ende wirklich einen kurzen Film abspielen zu können, solltet ihr genügend Intervalle einplanen.

Aufnahmen mit Fokusverlagerung

Wer gerne Makroaufnahmen fotografiert, der weiss wahrscheinlich wie schwierig es ist, kleine Motive auf kurze Distanz von vorne bis hinten scharf abzubilden. Um das zu erreichen, bedienen sich viele Makro-Fotografen dem sogenannte „Fokusstacking“. Dabei wird der Fokuspunkt nach jeder Aufnahme geringfügig verändert, um die Einzelbilder später zu einer scharfen Gesamtaufnahme zusammenzusetzen. Mit der Funktion „Aufnahmen mit Fokusverlagerung“ wird der Aufnahmevorgang erheblich erleichtert. Im entsprechenden Aufnahmemenü könnt ihr auswählen, wie viele Einzelbilder aufgenommen werden sollen und wie fein oder grob die „Schrittweite der Fokusverlagerung“ ausfallen soll. Für die Schrittweite steht euch eine Skala von 1-10 zur Wahl. Nach dem Start der Funktion nimmt die Kamera ganz automatisch die gewünschten Einzelbilder auf, die ihr dann anschliessend für die Fokusstacking-Aufnahme am PC verwenden könnt.

Konturen hervorheben

Es gibt Aufnahmesituationen, in denen es einfacher ist, ein Motiv manuell scharfzustellen. Das kann zum Beispiel bei Makromotiven und bei geringer Umgebungsbeleuchtung der Fall sein. In solchen Situationen raten wir euch, erst einmal den zu fokussierenden Bildausschnitt über die Lupentaste digital zu vergrössern. Darüber hinaus findet ihr im „Individualmenü“ über den Unterpunkt „d10“ die Funktion „Konturfilter für Lichter“. Wenn ihr diese Funktion aktiviert, werden beim manuellen Scharfstellen die Kanten des Motivs farbig hervorgehoben, sobald sie scharf, also im Fokus, sind. Im Menü habt ihr die Wahl, ob ihr die Konturen lieber in „Rot“, in „Gelb“, in „Blau“ oder in „Weiss“ angezeigt bekommen möchtet.

Mehrfachbelichtung

Die „Mehrfachbelichtung“ ist eine spannende Funktion für kreative Fotografen. Dabei lassen sich bis zu zehn NEF-(RAW-)Einzelbelichtungen zu einer Gesamtaufnahme zusammenfügen. Das Besondere daran: Die Aufnahmen werden bereits am Display überlagert. So könnt ihr jederzeit genau den Bildaufbau der Aufnahme kontrollieren und sehen, wo und wie ihr die nächste Belichtung in eure Bildkomposition integrieren möchtet. Euch stehen verschiedene Überlagerungsmodi zur Wahl. Wenn ihr den Untermenüpunkt „Alle Aufnahmen behalten“ aktiviert, dann werden neben der Mehrfachbelichtung auch alle darin enthaltenen Einzelbilder auf der Speicherkarte abgelegt.

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