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Freitag, 07. April 2017

Perfekte Aufnahmequalität – (5/16) Sonnenblende

Martin Zurmühle erklärt in 16 Folgen wie man Bilder in «perfekter Qualität» aufnimmt. Warum benötigt man eine Sonnenblende? Diese Frage beantwortet Martin Zurmühle in der fünften Folge der Serie «Perfekte Aufnahmequalität». Der gelernte Architekt betreibt ein Fotostudio und eine Fotoschule und verfügt über langjährige Erfahrung in der Weiterbildung von ambitionierten Fotografen. Ausserdem hat er mehrere preisgekrönte Lehrbücher u.a. zu speziellen Themen wie die Bildanalyse, die Bildbewertung und die Bildsprachen geschrieben.

Zu jedem Objektiv gibt es eine passende Sonnenblende, die meistens direkt mit dem Objektiv mitgeliefert wird. Bei manchen Objektiven ist sie eingebaut und kann bei Bedarf ausgezogen werden. Sonnenblenden (auch Streulichtblenden genannt) verhindern störendes, seitlich einfallendes Licht und vermindern damit ungewollte Reflexionen und Schleierbildungen. Solche Fehler lassen sich in der Bildbearbeitung nicht oder nur mit grossem Aufwand entfernen. Deshalb sollten Sie in der Regel mit einer aufgesetzten Sonnenblende fotografieren. Wenn Sie Verschleierungen oder Lichtreflexe jedoch aus gestalterischen Gründen aufnehmen möchten, dürfen Sie die Sonnenblende nicht montieren. Beim Fotografieren mit eingebautem oder aufgestecktem Blitz kann die Sonnenblende zu Abschattungen führen, speziell bei Aufnahmen aus kürzerer Distanz oder weitwinkligen Objektiven.

Bei Festbrennweiten ist die Form Sonnenblende genau auf den Bildwinkel des Objektivs ausgerichtet und bringt so einen optimalen Schutz vor Fremdlicht. Bei Zoomobjektiven richtet sich die Form der Sonnenblenden an der kleinsten Brennweite mit dem grössten Bildwinkel. Entsprechend ist dann die Schutzwirkung bei Zoomstellungen wesentlich geringer.

 
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