PERFEKTE AUFNAHMEQUALITÄT – (8/16) FERNAUSLÖSUNG

Donnerstag, 09. August 2018

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Bei längeren Belichtungszeiten ab ca 1/30s oder länger sollten Sie die Kamera bei der Auslösung nicht berühren. Es ist unmöglich, auf den Auslöser zu drücken, ohne dass sich die Kamera bewegt. Sie können das leicht selbst kontrollieren. Fotografieren Sie dazu mit Live View und zoomen Sie mit der Lupenfunktion maximal in das Bild hinein. Sie sehen dann die kleinsten Bewegungen des Motivs und der Kamera direkt am Monitor. Versuchen Sie nun von Hand die Kamera auszulösen, ohne dass sich das Bild auf dem Monitor bewegt. Es wird Ihnen nicht gelingen! Erst wenn Sie eine Methode der Fernauslösung einsetzen, können Sie absolut ruhig auslösen.

Bei Nikon DSLR-Kameras können Sie – je nach Modell – auf bis zu sechs Arten die Kamera berührungsfrei auslösen:

  1. Kabelfernauslöser
  2. Infrarot-Fernauslöser
  3. Funkfernauslöser
  4. Selbstauslöser
  5. Fernsteuerung mit dem Smartgerät
  6. Tethering

Kabelfernauslöser 

Der Kabelfernauslöser ist sehr einfach zu bedienen, benötigt keine Batterien und ist im Einsatz sehr zuverlässig. Er wird am Zubehöranschluss angeschlossen und ermöglicht die Betätigung des Auslösers, ohne die Kamera zu berühren. Der Kabelfernauslöser kann nach der Auslösung für Langzeitaufnahmen (Bulb) blockiert werden. Je nach Kameramodell sind Kabelfernauslöser mit passenden Steckern erhältlich.


Infrarotfernauslöser

Mit der Infrarotfernsteuerung wird die Kamera auf Distanz ausgelöst. Allerdings ist die Auslösedistanz eingeschränkt und bei grellem Tageslicht funktioniert die Auslösung nicht immer zuverlässig. Um die Kamera per Infrarot auszulösen, muss zwischen ihr und dem IR-Sender Sichtkontakt gewährleistet sein. Nicht alle Nikon-Kameras verfügen über einen eingebauten Infrarot-Empfänger.

Funkfernauslöser

Mit einem Funkfernauslöser können Sie Ihre Kamera über eine Entfernung von bis ca 20m auch bei Sonnenlicht auslösen. Ein direkter Sichtkontakt ist dabei nicht zwingend erforderlich. Diese Geräte sind mit bestimmten digitalen Spiegelreflexkameras von Nikon kompatibel. Der Funkauslöser ermöglicht die Aktivierung von Autofokus, Videoaufnahmen, Serienaufnahmen und Foto-Auslösung sowie einer zusätzlichen Funktion, die der Funktionstaste „Fn“ zugewiesen ist. Je nach Kamermodell wird als Empfänger der WR-R10 plus allenfalls der Adapter WR-A10 benötigt.

Selbstauslöser

Der Selbstauslöser wird bei den Aufnahmebetriebsarten ausgewählt. Bei der Individualfunktion „Selbstauslöser“ kann die Vorlaufzeit festgelegt werden. Für ein erschütterungsfreies Auslösen reichen zwei Sekunden Wartezeit gut aus. In Kombination mit der Individualfunktion „Spiegelvorauslösung“ wird auch eine mögliche leichte Erschütterung, welche durch das Hochklappen des Spiegels entstehen könnte, vermieden.

Nutzen Sie den Selbstauslöser bei automatischen Belichtungsreihen („BKT“), dann können Sie diese mit einem einzigen Durchdrücken des Auslösers starten – die Kamera nimmt automatisch die gewählte Anzahl Bilder auf. Das ist eine praktische Funktion, die ich sehr oft einsetze. 

Nutzen Sie diese Funktion oft, so können Sie sie in das Verzeichnis "Mein Menü" („Benutzerdefiniertes Menü“) aufnehmen. So finden Sie die Funktion bei Bedarf sehr einfach und schnell.

Fernsteuerung mit einem kompatiblen Smart Phone oder Tablet

Fast alle aktuellen Nikon Kameras lassen sich auch kabellos vom Smartphone oder Tablet aus auslösen. Dazu wird eine kostenlose Nikon App („SnapBridge“ oder „WMU“) auf das Smartphone oder Tablet geladen und die Kamera mit dem Gerät gekoppelt. Ein besonderer Vorteil dabei ist es unter anderem, auf dem Smartphone oder Tablet das LiveView-Bild der Kamera zu sehen. Auch können bereits aufgenommene Fotos via App betrachtet und bei Bedarf heruntergeladen werden. Gerade für das zeitnahe Teilen von Fotos über Social Media Kanäle oder per Mail/MMS ist diese Funktion äusserst praktisch. Tipp: nutzen Sie die Verbindung der Kamera zum Smartgerät nicht, aktivieren Sie im Systemmenü der Kamera den Flugmodus um den Strombedarf der Kamera zu reduzieren. Hier finden Sie weitere Informationen zur SnapBridge App und zur WMU App.

Auslösung der Kamera vom Computer aus

Besonders in einem Fotostudio ist die Bedienung der Kamera vom Computer aus in manchen Fällen sinnvoll. Man spricht dabei auch von „Tethering“. Der wesendliche Vorteil besteht darin, die gemachten Fotos sofort auf dem Computer evaluieren und weiterverarbeiten zu können. Dazu wird die Kamera per USB am Computer angeschlossen. Nun kann man entweder mit der kostenpflichtigen Nikon Software „Camera Control Pro 2“ oder mit Programmen anderer Anbieter den Kontakt zur Kamera aufnehmen. Je nach Bedürfnis ist es so möglich, normal mit der Kamera zu fotografieren und die Fotos zeitgleich auf den PC/Mac zu senden oder aber die Kamera auf einem Stativ zu montieren und vom Computer aus zu steuern resp. auszulösen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Software „Camera Control Pro 2

Alle weiteren genannten Produkte finden Sie hier:

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