NATURFOTOGRAFIN DAISY GILARDINI STELLT DIE NIKON D6 AUF DIE PROBE

Mittwoch, 16. Dezember 2020

Die Naturfotografin Daisy Gilardini stammt ursprünglich aus der Schweiz und lebt heute in Vancouver. Ihre preisgekrönten Aufnahmen dokumentieren das Leben und die Natur in den Polarregionen. Dabei liegen die Schwerpunkte auf der antarktischen Tierwelt und den nordamerikanischen Bären. Im Laufe ihrer fotografischen Abenteuer hat sie insbesondere die Herausforderungen erforscht, denen sich Schwarz-, Kermode-, Grizzly- und Eisbären stellen müssen. Mit der Nikon D6 begibt sie sich auf die Suche nach diesen majestätischen Tieren und stellt die Kamera unter teils rauen Bedingungen auf die Probe.

Eine Reise durch die Zeit

Meine erste Nikon habe ich im Alter von 16 Jahren in den Händen gehalten. Damals war ich ein Teenager und voller Ehrfurcht vor den grossen Namen der Tierfotografie. Fotografen wie Thomas Mangelsen, Tui De Roy, David Duobilet, Joel Sartore, Galen Rowell und Moose Peterson waren wie Helden für mich. Als es dann um die Auswahl meiner Ausrüstung ging, war die Entscheidung recht einfach: Ich habe zur gleichen Marke gegriffen, die auch bei meinen Lieblingsfotografen zum Einsatz kam. Das war damals zufällig Nikon.

Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, wie herausfordernd die Tierfotografie sein kann. Nicht nur für den eigenen Körper, sondern auch für die Ausrüstung. Das gilt besonders für jemanden wie mich, der sich auf die Polarregionen spezialisiert hat und oft unter schwierigen Bedingungen arbeitet. Täglich kämpfe ich mit Kälte, Regen, Schnee, wenig Licht und anderen Herausforderungen. Das gehört für mich zum Alltag. Deshalb benötige ich eine robuste und sehr schnelle Kamera, auf die ich mich verlassen kann. Aus diesem Grund bin ich bis heute bei Nikon geblieben. Nikon hat sich für mich immer dadurch ausgezeichnet, dass ich mich selbst in den entlegensten und schwierigsten Gegenden der Welt auf meine Ausrüstung verlassen kann. So konnte ich mich stets voll und ganz auf meine Bilder konzentrieren.

Warum Wissenschaft und die Fotografie zusammenarbeiten müssen

Die Fotografie ist nicht nur eine Kunstform. Sie ist eines der wichtigsten und mächtigsten Kommunikationsmittel, die wir haben. Sie ist eine universelle Sprache, die einzige Sprache, die von allen verstanden wird, unabhängig von Hautfarbe, Glauben, Nationalität oder Kultur. Ich glaube daran, dass uns schöne und beeindruckende Bilder die Möglichkeit bieten, Emotionen zu wecken und die Herzen der Menschen zu berühren. 

D6 | 800mm | 1/1600s | f/8 | ISO 1600

Als Naturfotografen ist es unsere Pflicht, die Schönheit der Natur und ihre gefährdeten Wildtiere mithilfe unserer Aufnahmen einzufangen und das Bewusstsein der Menschen für den Schutz der Natur zu schärfen. Während die Wissenschaft die Daten liefert, die notwendig sind, um Probleme zu identifizieren und Lösungen zu finden, spiegelt die Fotografie diese Probleme in einer für jeden verständlichen Weise wider. Die Wissenschaft ist das Gehirn, die Fotografie ist das Herz. Wir müssen sowohl die Herzen als auch den Verstand der Menschen erreichen, wenn wir sie bewegen und zum Handeln anspornen wollen. Für die Natur und für uns alle.

D6 | 400mm | 1/800s | f/9 | ISO 5600

Neue Technologien auf dem Prüfstand

Wildtiere sind normalerweise in den frühen Morgenstunden oder am Abend am aktivsten. Zu diesen Zeiten ist das Licht sehr schön, allerdings auch schwächer als tagsüber. Um die Bewegungen eines Bären einzufrieren, der in einen Fluss springt, um Fische zu fangen, muss ich mit einer sehr hohen Geschwindigkeit fotografieren. Das kann eine 1/500 Sekunde oder eine noch kürzere Verschlusszeit sein. Bei schlechten Lichtverhältnissen ist dies nur möglich, indem ich die ISO-Empfindlichkeit erhöhe. Genau hier spielt die Nikon D6 ihre Stärken aus. Die ISO-Fähigkeiten der D6 sind wirklich beeindruckend und geben mir die Möglichkeit, auch bei schwachem Licht zu arbeiten.

Auch die Dichtungen am Gehäuse bringen mir einen wichtigen Vorteil. So muss ich meine Aufnahmen bei Regen nicht abbrechen und brauche mir keine Sorgen um meine Ausrüstung zu machen. Ich kann einfach weiter fotografieren, egal was passiert. Auch wenn ich ungerne im Regen arbeite, habe ich doch einige meiner besten Bilder bei schlechtem Wetter aufgenommen. Die Kombination aus Schnelligkeit und Robustheit der Nikon D6 gibt mir die Möglichkeit, diese magischen Momente festzuhalten.

Eine hochwertige Ausrüstung hilft auch dabei, auf spontane Ereignisse zu reagieren. Wenn ich unterwegs bin, kann ich die Umgebung und die Handlungen meiner Motive nicht kontrollieren. Ich kann ja von einem Bären nicht verlangen, dass er eine Bewegung wiederholt. Aus diesem Grund ist ein schneller Autofokus sehr wichtig. Die Nikon D6 stellt mir viele nützliche Autofokus (AF)-Optionen zur Verfügung - von einem präzisen Einzelpunkt-AF bis hin zu dynamischeren Fokusbereichen, wie den 9 bis 105 AF-Punkten, 3D-Tracking, Fokus-Gruppen, die jetzt individuell angepasst werden können und einem beeindruckenden Auto-AF-Modus. Bei der neuen Autofokusnachführung kann ich sogar den Startpunkt der Scharfeinstellung bestimmen, wenn ich in etwa die Position des Motivs beim Eintritt in den Fokusrahmen vorhersagen kann. Das Nikon AF-System hatte in der Branche schon immer einen guten Ruf. Die D6 legt die Messlatte noch etwas höher. Mit der sehr guten ISO-Leistung unter schwierigen Bedingungen und dem schnellen Autofokus kann ich qualitativ hochwertige Bilder aufnehmen, wie sie in der Form vorher nicht möglich waren.

D6 | 800mm | 1/1000s | f/8 | ISO 500

D6 | 400mm | 1/1600s | f/9 | ISO 720

Jetzt ist die Zeit für Veränderungen

Das digitale Zeitalter hat zusammen mit den sozialen Medien die Tür für Fotografen und Wissenschaftler im Bereich der Tier- und Naturfotografie in grösserem Masse geöffnet als je zuvor. Technologien und Internetplattformen ermöglichen es uns, mehr Menschen an mehr Orten schneller, effizienter und effektiver zu erreichen als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit. Wir leben in einem Informationszeitalter. Und während Probleme wie die Klimakrise, die industrielle Umweltverschmutzung und die Umweltzerstörung manchmal unüberwindbar erscheinen mögen, sind wir heute besser als je zuvor in der Geschichte in der Lage, eine Botschaft der Hoffnung und neuer Chancen zu vermitteln.

Nikon gibt mir die Werkzeuge an die Hand, um gefährdeten Orten und Tierarten eine Stimme zu geben. Durch meine Fotos sehe ich mich als Botschafterin der Natur. Was speziell die Bären betrifft, habe ich unsere Beziehungen und die tiefen Bindungen zu diesen majestätischen Tieren beobachtet, ohne dabei die damit verbundenen Probleme aus den Augen zu verlieren. Vom Lebensraumverlust aufgrund der Klimakrise, der Abholzung und der Zerstörung der verfügbaren Lebensräume durch den Menschen, über den illegalen Handel mit Körperteilen bis hin zur Trophäenjagd - diese Tiere brauchen eine Stimme, die ich ihnen mit meinen Bildern geben möchte.

D6 | 200mm | 1/1250s | f/9 | ISO 6400

Drei wichtige Faktoren für den Erfolg

Ich glaube, der Schlüssel zum Erfolg, ob in der Fotografie oder im Leben, liegt darin, das zu tun, was man liebt. Machen Sie Ihre Leidenschaft zum Beruf und Sie werden nie das Gefühl haben, dass es sich um Arbeit handelt. Bei allem was ich tue, spielen drei Aspekte eine wichtige Rolle: Leidenschaft, Geduld und Ausdauer.

LEIDENSCHAFT: Die Liebe und die Leidenschaft, die Sie in Ihre Fotografie stecken, werden auch für den Betrachter Ihrer Bilder zu spüren sein.

GEDULD: Die Tierfotografie kann frustrierend sein. Man kann viele Stunden, ja sogar Tage oder Wochen damit verbringen und den schwierigsten Wetterbedingungen ausgeliefert sein, ohne die erhofften Aufnahmen umsetzen zu können. Geduld ist daher enorm wichtig.

AUSDAUER: Niemals aufgeben! Am Ende werden Sie Erfolg haben . . . . und es wird sich lohnen!

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