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Dienstag, 13. Februar 2018

Actionreiche Tierportaits mit Hundefotografin Franziska Heck

Auf ihrem Instagram-Kanal @blacklucymix zeigt die 17-jährige Nikon-Fotografin Franziska Heck ihren actionreichen Alltag,  den sie mit Jack Russel Hündin Lucy in ihrer Heimatstadt Hamburg erlebt. Seit ihrem 14. Lebensjahr darf ihre Nikon Kamera bei keinem Hundespaziergang mehr fehlen. Im Interview erzählt sie, wie sie zur Fotografie gekommen ist und zeigt euch Tipps und Tricks, wie euch mit eurem Nikon-Kit solch actiongeladene & kuschelige Tierportraits gelingen.

Foto: Franziska Heck, Nikon D7200 | AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,4G | f/1.4 | 1/100s | ISO 200

WANN UND WIE HAT DICH DIE FOTOGRAFIE GEPACKT?

Richtig zur Fotografie bin ich durch unsere Hündin Lucy gekommen. Als sie vor vier Jahren bei uns einzog, habe ich immer mal wieder Fotos von ihr mit dem Handy oder unserer Kompaktkamera geschossen. Zu meiner Konfirmation habe ich ein Nikon D5200 Kit mit den beiden Objektiven AF-S DX NIKKOR 18–55 mm 1:3,5–5,6G VR und AF-S DX NIKKOR 18–140mm 1:3,5–5,6G ED VR bekommen, womit ich richtig in die Fotografie eingestiegen bin. Seitdem nehme ich die Kamera regelmässig mit auf meine Spaziergänge, um Lucy und andere Tiere zu fotografieren.

Foto: Franziska Heck, Nikon D7200 | AF-S NIKKOR 70–200 mm 1:2,8G ED VR II | 92mm | f/2.8 | 1/2000s | ISO 125

"Bei diesem Foto war es mir wichtig, die Elbphilharmonie im Hintergrund trotz der weiten Entfernung gross auf dem Bild einzufangen. Deswegen habe ich mein Telezoom-Objektiv benutzt und den Bildausschnitt entsprechend ausgerichtet. So war es möglich Lucy, mich und die Elbphilharmonie gross darzustellen."

ERZÄHL UNS ETWAS ÜBER DEINEN HUND LUCY: WIE FUNKTIONIEREN DIE SHOOTINGS MIT IHR? HABT IHR BESTIMMTE TRICKS?

Lucy ist eine fünf Jahre alte Mischlingshündin und ein richtiges Energiebündel. Bevor ich kuschelige Portraits von ihr machen kann, sind zuerst Actionbilder dran, damit sie schon mal ein bisschen rennen kann. Für Actionbilder und Portraits sind die Grundkommandos Sitz, Platz und Bleib sehr wichtig, um sie ins richtige Licht zu bringen.

Um Lucy zu beschäftigen & besonders schöne Fotos zu gestalten, bringe ich ihr Tricks bei und viele dieser Tricks bieten sich auch zum Fotografieren an. Kunststücke, wie Männchen machen, auf dem Rücken liegen oder in die Luft springen, machen die Bilder abwechslungsreicher und bringen mehr Bewegung hinein.

DEIN FOTO-EQUIPMENT: WAS NUTZT DU, WIE NUTZT DU ES UND WAS GEFÄLLT DIR BESONDERS?

Nikon D5200

Inzwischen meine Kamera für den Urlaub, da sie schön klein und leicht ist.

Nikon D7200
Mit dieser Kamera entstehen überwiegend die künstlerischen Fotos, da für die Actionfotos viele Bilder pro Sekunde wichtig sind, um den richtigen Moment einzufangen.

AF-S DX NIKKOR 18–140mm 1:3,5–5,6G ED VR

Mein Reise Allrounder! Dieses Objektiv ist leicht und kompakt und ich bin sehr flexibel durch den grossen abgedeckten Brennweitenbereich.

AF-S NIKKOR 70–200 mm 1:2,8G ED VR II

Mit diesem Objektiv entstehen alle Actionaufnahmen. Durch den schnellen Autofokus entstehen viele perfekt getroffene Bilder.

AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,4G  und AF-S DX NIKKOR 35 mm 1:1,8G

Diese beiden Objektive nutze ich für Portraits. Sie sind sehr leicht, was ich bei Tierfotografie sehr wichtig finde, da ich bei Tieren eine freie Hand brauche, um die Aufmerksamkeit zu bekommen.

AF-S DX NIKKOR 18–55 mm 1:3,5–5,6G VR

Ideal für Weitwinkel-Aufnahmen.


Das Making-of: Egal ob drinnen oder draussen, um auf Augenhöhe mit dem Tier zu sein, lege ich mich immer auf den Boden.

Das entstandene Bild: Nikon D7200 | AF-S DX NIKKOR 35 mm 1:1,8G | f/1.8 | 1/400s | ISO 400

FRANZISKAS FOTO-TIPPS:

Es sollte immer eine gute Atmosphäre sein, wenn ihr fotografiert. Wenn das Tier nicht motiviert ist oder sogar Angst hat, sieht man das sofort auf den Fotos. Bei Tieren sieht es am schönsten aus, wenn die Ohren nach vorne gespitzt sind und die Augen vor Freude strahlen.

Die Technik: Es empfiehlt sich bei Tieren im manuellen Modus zu fotografieren. Bei Hunden z.B. habt ihr meistens genug Zeit, um die Einstellungen zu treffen. So lernt ihr selber eure Kamera am besten kennen und nach kurzer Eingewöhnungszeit versteht ihr die Wirkungen von Blende und Verschlusszeit. Ich versuche dabei den ISO so gering wie möglich, die Blende sehr offen und die Verschlusszeit möglichst kurz zu halten.
Ich fotografiere fast ausschliesslich im RAW Format, weil mir das die besten Möglichkeiten bei der Nachbearbeitung gibt.

Die Position des Fotografen ist auch sehr wichtig. Ich bevorzuge die Regel „Immer auf Augenhöhe fotografieren“, diese sollte bei Actionfotos immer eingehalten werden. Bei Portraits kann sie auch mal gebrochen werden, so wirkt es besonders süss wenn das Tier direkt von oben fotografiert wird.

Auf das Licht achten! Die Mittagssonne im Sommer erzeugt sehr harte Schatten, was ich im Zusammenhang mit Wasseraufnahmen manchmal anwende. Überwiegend bevorzuge ich aber bei tief stehender Sonne oder bei bewölktem Himmel zu fotografieren, die Bilder wirken dadurch meistens weicher.


WELCHE PROJEKTE HAST DU BEREITS REALISIERT UND WAS PLANST DU IN ZUKUNFT?

Den überwiegenden Teil meiner Bilder teile ich auf meinem Instagram Account @blacklucymix. Ich habe aber auch schon erfolgreich an Fotowettbewerben teilgenommen. Selbst für einen Filmwettbewerb habe ich den Film überwiegend mit meiner D7200 gedreht. Gerne mache ich auch meinen Bekannten eine Freude und fotografiere ihre Tiere.

Mein grösster Traum ist es, als Tierdokumentarfilmerin und -fotografin zu arbeiten, zunächst muss ich aber meine Schulausbildung abschliessen. Bis dahin möchte ich meinen Horizont erweitern und auch mit anderen Tieren weitere kleine Filme- und Fotoprojekte als Hobby realisieren.

Foto: Franziska Heck, Nikon D7200 | AF-S DX NIKKOR 18–55 mm 1:3,5–5,6G VR | 18mm | f/3.5 | 1/400s | ISO 500

Der Hamburger Hafen zur blauen Stunde im September gegen 20 Uhr. Foto: Franziska Neck, Nikon D7200 | AF-S NIKKOR 70–200 mm 1:2,8G ED VR II | 78mm | f4 | 2s | ISO 100

Tierisch was los ist auf ihrem Instagram-Kanal. Entdecke mehr von Franziska und Lucy:

 
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