DAS BESONDERE BILD VON NATURFOTOGRAF MARKUS MAUTHE

Donnerstag, 09. Januar 2020

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DER FOTOGRAF

Markus Mauthe wuchs in Friedrichshafen am Bodensee in einer Fotografenfamilie auf und absolvierte eine dreijährige Ausbildung zum Industrie- und Werbefotografen. Mit 20 durchquerte er Neuseeland mit dem Fahrrad, anschliessend machte er sich als Fotograf im Bereich Natur- und Reisefotografien selbständig. Heute ist er zudem als Umweltaktivist tätig und setzt sich mit seinen Bildern und mit bis zu 120 Vorträgen im Jahr für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen im Allgemeinen und den Schutz der Urwälder im Besonderen ein. Seit 2012 bewirtschaftet er in Brasilien gemeinsam mit seiner Frau Juliana eine Bio-Kakaofarm, wo die beiden auch ein Gästehaus betreiben.

MARKUS’ LIEBLINGS-EQUIPMENT

„Ich bin überzeugter 'Nikonianer' und fotografiere seit 30 Jahren mit Nikon Kameras – früher mit analogen Spiegelreflexmodellen, seit 2002, als die Nikon D100 auf den Markt kam, digital“, sagt Markus. „Mit der D3X habe ich mir meine erste professionelle Vollformatkamera zugelegt, später folgte die D4. Inzwischen fotografiere ich fast ausschliesslich mit dem aktuellen Topmodell D5, die in allen Kategorien – von Geschwindigkeit und Autofokus über das Handling bis hin zu den fantastischen Lowlight-Eigenschaften – das perfekte Arbeitsgerät für mich ist. Sie stellt sicher, dass ich auch unter schwierigsten Bedingungen Aufnahmen mit nach Hause bringe, die meinen Ansprüchen genügen und die Besucher meiner Multimedia-Shows begeistern. 

Naturfotograf und Umweltaktivist Markus Mauthe

Als Backup habe ich darüber hinaus meist die D800 dabei. Was die Objektive angeht, so nutze ich eine breite Range an Nikkoren – vom AF Fisheye-Nikkor 16 mm 1:2,8D über das AF 2,8/20-35 mm D IF und das AF Zoom-Nikkor 35-70 mm/2, 8 D bis hin zu Telezooms und Tele-Festbrennweiten wie dem AF-S NIKKOR 70-200 mm 1:2,8E FL ED VR und dem AF-S NIKKOR 80-400 mm 1:4,5-5,6G ED VR. In der Wildlifefotografie kommt zusätzlich das AF-S NIKKOR 600 mm 1:4E FL ED VR zum Einsatz.

Nikon D5 | AF-S NIKKOR 80-400 mm 1:4,5-5,6G ED VR | 1/320 s | f/5,6 | ISO 400

DAS BILD

„Ich habe in meinem Leben viele Bilder von Menschen in Naturlandschaften geschossen, einige dieser Landschaften sind atemberaubend schön“, sagt Markus. „Dieses Bild hier berührt mich aber besonders, weil es etwas zeigt, dass es so heute nicht mehr gibt: Zwei Indigene der ethnischen Gruppe der Mehinaku im Xingu Reservat im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso, die auf traditionelle Weise Fische jagen. So idyllisch die Aufnahme wirkt, sie macht mich eher traurig, weil ich gesehen habe, wie bedroht diese Region und die Lebensgrundlagen der Bewohner dort sind – vor allem durch die immensen Soja-Felder, die das Reservat umgeben. Tatsächlich arbeiten die Mehinaku heute mit Netzen, fangen aber wegen der massiven Pestizid-Einträge immer weniger. Auf diese Probleme weise ich auch in meinen Vorträgen hin. Gleichzeitig ist es mir wichtig, dass meine Bilder auch die Schönheit der Landschaft und des Lebens vor Ort vermitteln. Aus Erfahrung weiss ich, dass ich das Publikum am besten erreiche, wenn ich Begeisterung für das Vorhandene wecke und gleichzeitig ehrlich auf dessen Bedrohung hinweise. Das, was wir lieben, versuchen wir auch am ehesten zu erhalten. Entstanden ist die Aufnahme im Rahmen meines Megaprojekts 'An den Rändern der Welt', für das ich indigene Völker in unterschiedlichsten Lebensräumen weltweit porträtiert habe. Ich habe die beiden Jäger mit einer Nikon D5 und dem AF-S NIKKOR 80-400 mm 1:4,5-5,6G ED VR kurz nach Sonnenaufgang vom Flussufer aus fotografiert. Der vom Wasser aufsteigende Nebel verleiht dem Bild etwas Magisches.“




„Wer mit offenen Augen reist, dem können die Probleme der Erde nicht entgehen – und wer mit dem Herzen unterwegs ist, dem können sie nicht egal sein.“

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